Auswertung von 127 eigenen Reels aus vier Monaten, gegengelesen mit drei Formaten von anderen Creators, die wir bisher nicht bespielen. Ziel: entscheiden, welche davon wir zusätzlich in die Rotation nehmen.
Der Kanal läuft seit April rückwärts. Die Zahlen dazu als Ausgangslage.
| Skip-Rate | Videos | Ø Views |
|---|---|---|
| unter 45 % | 16 | 88.031 |
| 45–50 % | 34 | 55.437 |
| 50–55 % | 30 | 35.997 |
| 55–60 % | 33 | 21.099 |
| über 60 % | 14 | 21.027 |
Der Sprung von der Mittelklasse in die Spitzenklasse ist Faktor 2,4. Jedes Format, das wir neu aufnehmen, wird an genau dieser Zahl gemessen.
Sortiert nach gemessener Wirkung, jeweils mit den Videos, die es belegen.
Der erste Satz beginnt mit einem Namen, der nicht unserer ist: „Anthropic hat gerade offiziell…", „OpenAI hat gerade…", „Boris Cherny hat gerade…". Danach sofort, was das für den Zuschauer bedeutet.
„Die drei Dinge, die du als erstes machen solltest, wenn du anfängst." Zielt bewusst auf Leute, die gerade erst wechseln, nicht auf Fortgeschrittene.
Mehrere Tools in einem Video, aber nur mit hartem Beleg pro Eintrag (GitHub-Sterne, Zahlen) und einem Anlass, warum ausgerechnet jetzt.
Gesammelt bei Creators, die damit über unserem Schnitt liegen. Sortiert nach Produktionsweise, nicht nach Thema, denn das Thema ist bei allen dreien austauschbar.
Ein Titel steht über dem ganzen Clip. Darunter läuft B-Roll, in dem jemand einfach arbeitet, tippt, scrollt. Gesprochen wird nichts. Der komplette Inhalt wird über eingeblendete Texte und Bilder erzählt, die nacheinander über das Video laufen.
Der Titel setzt den Rahmen und trägt das ganze Video: „5 Artifacts, die ich diese Woche mit Claude gebaut habe" oder „7 Prompts für filmische Aufnahmen". Danach kommt Karte für Karte das, was der Titel verspricht.






Jemand sitzt im Bild und spricht, wie in einem Podcast-Ausschnitt oder Interview. Über und neben dem Kopf werden Karten eingeblendet, die das Gesagte bewerten oder zuordnen. Das Gesicht trägt die Aufmerksamkeit, die Karten tragen die Information.
Innerhalb dieses Formats gibt es mehrere Spielarten, das sind die beiden, die wir gesehen haben:

Kein Video, sondern eine Reihe von Bildkarten zum Durchwischen. Cover mit einer Zuspitzung, danach pro Karte ein Gedanke, ein Anwendungsfall oder ein fertiger Prompt zum Abtippen. Durchgehendes Layoutraster über alle Karten.








Aus der Auswertung der eigenen Videos, nicht abgeschaut.
Die ersten zwei Sekunden zeigen ausschließlich das fertige Ergebnis, erst danach kommt die Erklärung. Also genau umgekehrt zu unserem Standard, bei dem wir zuerst das Problem beschreiben und die Lösung ans Ende stellen.
Warum das naheliegt: Unsere schwächsten Videos verbringen die ersten Sekunden mit Kontext. Die stärksten liefern sofort etwas Sichtbares. Das lässt sich mit jedem Thema kombinieren und kostet keine zusätzliche Produktion, es ist reine Reihenfolge.